Gewichtsverlauf

1,72 m - Kg 100 99 98 97 96 95 94 93 92 91 90 89 [88] 87 86 85 84 83 82 81 80 79 78 77 76 75 74 73 72 71 70 69 68 67 66 65 64 63 62 61 60 59 58 57 56 55 54

Beschreibung

Mein Abnehmtagebuch. Ein Leben zwischen Bulimie, Esssucht und Diäten.

nähere Beschreibung

Dieser Blog handelt von meiner Essstörung und von meinem Wunsch abnehmen zu wollen. Ich habe ihn erstellt, um mich zu motivieren und so endlich mein Wunschziel zu erreichen. Dabei möchte ich aber auch gegen die Bulimie ankämpfen.

Ich weise darauf hin, dass dieser Blog kein Pro Ana - oder Pro Mia - Blog ist. Ich möchte hier keine Esstörungen verherrlichen, da es sich bei Anorexie und Bulimie um ernstzunehmende Krankheiten handelt, die kein erstrebenswerter Lifestyle sind.

Samstag, 14. Februar 2015

#259 - schlechtes Gewissen

Ihr Lieben,

ich fühle mich mies. Nicht nur, dass ich meine letzten freien Tage überwiegend über der Kloschüssel verbracht habe, ich habe auch meinem Freund unrecht getan.

So langsam komme ich über meine "verirrte Verliebtheit" zu M. hinweg und mit dem zunehmenden Verblassen dieser Gefühle wird mir klar, dass ich beinahe einen sehr wertvollen Menschen in meinem Leben verloren hätte. Wie konnte ich überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, eine fast 10-Jährige Beziehung abzuschreiben? Ich bin nur froh, dass außer ein paar Umarmungen nicht wirklich was zwischen M. und mir gewesen ist. Der "mentale Betrug", den ich mir einrede, liegt schon schwer genug auf meiner Seele. Aber ich versuche zu vergessen.

Vorgestern hatte ich noch einmal ein ausführliches Gespräch mit meinem Freund über die Essstörung und die höchstwahrscheinlich damit einhergehenden Depressionen. Eine ärztliche Diagnose kann ich ja nach wie vor nicht vorweisen. Er hat wirklich keine Ahnung von den Tücken dieser Krankheit, aber er möchte mir natürlich helfen. Er ist der einzige Mensch, der davon weiß und er reagiert wirklich sehr Verständnisvoll. Ich habe also nicht nur wegen M. ein schlechtes Gewissen, sondern auch deshalb, dass ausgerechnet er mit einer psychisch kranken und kaputten Freundin bestraft wird. Eigentlich hat er auch das nicht verdient. Er muss sich auch ohne mich schon mit genug Problemen im Leben herumschlagen.

Ich bin sehr froh, dass ich so offen über alles mit ihm reden kann, es hat aber auch den Nachteil, dass ich mir nicht mehr besonders viel Mühe gebe, es noch weiter zu verheimlichen. So ist es mir inzwischen fast egal, ob er es mitbekommt, wenn ich mich übergebe. Eigentlich ist es paradox und kontraproduktiv. Vorher habe ich weniger gekotzt, weil ich nicht wollte, dass er was merkt. Die ES ist in dieser Hinsicht wirklich heimtückisch.

Eigentlich wollte ich mich ja an meine mir auferlegte Kalorienobergrenze halten, aber auch dass hat natürlich nicht geklappt. Ich muss aber auch hier zugeben, dass ich schon wusste, dass ich es nicht schaffen werde, als ich diesen Vorsatz hier niedergeschrieben habe. Stattdessen enfach nur gefressen und gekotzt und das mehrmals täglich. Morgen wird das wahrscheinlich wieder so aussehen. Ich stecke so tief drin zur Zeit und je krampfhafter ich versuche es in den Griff zu bekommen, desto schlimmer wird es.

2 Kommentare:

  1. Ich denke, dass eine Therapie dir dabei wirklich helfen würde. Ich will dir auf keinen Fall sagen, was du tun sollst, aber ich glaube. dass eine Therapie, auch wenn sie anfangs sinnlos erscheint, wirklich wirksam sein kann. Wenn ich in deiner Lage wäre, würde ich zur Ernährungsberatung gehen, dort kann dir ein guter Ernährungsplan erstellt werden, mit dem du gut abnehmen kannst.
    Ich will so sehr, dass du das alles mit der Essstörung schaffst! Ich wünsche dir so viel Glück, Energie und Kraft!
    Fühl dich gedrückt, du bist nicht alleine :*

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    1. Vielen Dank für Deine lieben Wünsche. ♥
      Ja, ich habe tatsächlich schon öfter darüber nachgedacht, eine Therapie zu machen, nur der Mut, mich darum zu kümmern, hat mir bisher gefehlt. Ich muss das endlich mal in Angriff nehmen. Ein Ernährungsplan wird mir jedoch wahrscheinlich nicht helfen, da sich die Essanfälle sich nunmal leider nicht an Pläne halten und theoretisch weiss ich auch alles über gesunde Ernährung. Nur die Umsetzung ist leider nicht so einfach für mich. Also ist die Therapie das einzige was mir helfen könnte. Ich sollte sowieso erst einmal das psychische Problem beseitigen, bevor ich überhaupt daran denken sollte, mein Gewicht zu reduzieren. Aber das ist auch etwas was mich von der Therapie noch abhält. Es ist halt nicht einfach.

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