Ich laufe durch die Dunkelheit. Der eisige Wind schneidet mir scharf
ins Gesicht, Tränen füllen meine Augen. Ich atme tief ein und wieder
aus, kann mich kaum beruhigen. Ich hatte es befürchtet.
M. mag mich zwar, so wie ich bin und hat mir immer das Gefühl vermittelt, dass da mehr zwischen uns ist, aber als ich ihn direkt darauf angespochen habe, hat er mir gestanden, dass er eigentlich vergeben ist. Dabei war ich sogar bereit, meinen Patientenstatus bei ihm aufzugeben. Trotzdem gut, dass ich es angesprochen habe, so jage ich jedenfalls keiner Illusion mehr hinterher. Mein Herz fühlt sich so verkrampft an.
Er fand es mutig von mir, war aber besorgt, dass sich zwischen uns etwas geändert hat. Das hat es nicht, bleibt halt alles wie vorher.Bleibt es nicht. Das habe ich ihm versprochen. Lügnerin! Ich bin ja eine starke Frau. Bin ich nicht.
Aber warum hat er es mir die ganze Zeit nicht erzählt? Wir haben über
so vieles und auch sehr private Dinge gesprochen. Meinen innerlichen
Schmerz werde ich ihm nicht zeigen. Es tut trotzdem so verdammt weh und
ich weiß noch nicht, wie ich ihm das nächste mal gegenübertreten soll,
ohne dass es peinlich wird.
Ich laufe weiter durch die Stadt. Die Tränen laufen jetzt ungehemmt über meine Wangen. Die anderen Menschen sind mir egal. In der Stadt ist man anonym.
Den nächsten Termin habe ich nicht gecanceled. Er wünscht sich auch, dass ich wiederkomme und ich würde unsere Gespräche auch sehr vermissen. Aber leicht wird es auch nicht. Ich möchte am nächsten Montag gerne gut aussehen, vielleicht schaffe ich es unter die 90 Kg.Schaffe ich nicht. Und er sieht, dass ich abgenommen habe. Und irgendwann wird er sehen, was er nicht haben kann. Vielleicht überlegt er es sich ja dann nochmal. Wird er nicht.
Ich komme zu Hause an, stecke den Schlüssel in das Schloß, atme tief durch. Mein Freund ist da. Ich wische mir schnell die Tränen aus dem Gesicht. Alles ist super.Ist es nicht.
Ich gehe wie immer ins Wohnzimmer, er sitzt im Arbeitszimmer. Ich hoffe, er sieht mich nicht. Plötzlich ruft er mich zu sich, braucht meinen Rat wegen irgendwas. (Warum jetzt? Ich bin nicht gesellschaftsfähig.) Er sieht, dass meine Augen rot sind und fragt, ob ich geweint habe. (Warum fällt ihm das jetzt plötzlich auf? Er kümmert sich doch sonst nicht um mich.) Nein ich habe nicht geweint, "Warum sollte ich weinen?", frage ich ihn. "Der Wind war kalt draussen, deswegen tränen meine Augen.", ist stattdessen meine Antwort. Und so ist das Thema vom Tisch.
Und ich leide still für mich weiter....
M. mag mich zwar, so wie ich bin und hat mir immer das Gefühl vermittelt, dass da mehr zwischen uns ist, aber als ich ihn direkt darauf angespochen habe, hat er mir gestanden, dass er eigentlich vergeben ist. Dabei war ich sogar bereit, meinen Patientenstatus bei ihm aufzugeben. Trotzdem gut, dass ich es angesprochen habe, so jage ich jedenfalls keiner Illusion mehr hinterher. Mein Herz fühlt sich so verkrampft an.
Er fand es mutig von mir, war aber besorgt, dass sich zwischen uns etwas geändert hat. Das hat es nicht, bleibt halt alles wie vorher.
Ich laufe weiter durch die Stadt. Die Tränen laufen jetzt ungehemmt über meine Wangen. Die anderen Menschen sind mir egal. In der Stadt ist man anonym.
Den nächsten Termin habe ich nicht gecanceled. Er wünscht sich auch, dass ich wiederkomme und ich würde unsere Gespräche auch sehr vermissen. Aber leicht wird es auch nicht. Ich möchte am nächsten Montag gerne gut aussehen, vielleicht schaffe ich es unter die 90 Kg.
Ich komme zu Hause an, stecke den Schlüssel in das Schloß, atme tief durch. Mein Freund ist da. Ich wische mir schnell die Tränen aus dem Gesicht. Alles ist super.
Ich gehe wie immer ins Wohnzimmer, er sitzt im Arbeitszimmer. Ich hoffe, er sieht mich nicht. Plötzlich ruft er mich zu sich, braucht meinen Rat wegen irgendwas. (Warum jetzt? Ich bin nicht gesellschaftsfähig.) Er sieht, dass meine Augen rot sind und fragt, ob ich geweint habe. (Warum fällt ihm das jetzt plötzlich auf? Er kümmert sich doch sonst nicht um mich.) Nein ich habe nicht geweint, "Warum sollte ich weinen?", frage ich ihn. "Der Wind war kalt draussen, deswegen tränen meine Augen.", ist stattdessen meine Antwort. Und so ist das Thema vom Tisch.
Und ich leide still für mich weiter....
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